Medienticker - Religion(en) weltweit

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Wilfried Apfalter
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 19. Juli 2019, 13:10

Heute auf religion.orf.at: "D: Zahl der Kirchenaustritte stark gestiegen" (9.7.09).
Die Zahl der Kirchenaustritte in Deutschland ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Über 400.000 Menschen traten aus katholischer und evangelischer Kirche aus.

216.000 Menschen hätten 2018 die römisch-katholische Kirche verlassen, teilte die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Freitag in Bonn mit. Das sind 48.500 Austritte mehr als 2017, als 167.500 Menschen der katholischen Kirche den Rücken kehrten. Insgesamt sank die Zahl der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland im vergangenen Jahr um gut 300.000 auf 23 Millionen.

Bei den Protestanten traten 220.000 Menschen aus der Kirche aus, also noch etwas mehr als bei den Katholiken. Die Zahl der Austritte habe 2018 um 11,6 Prozent über dem Vorjahr gelegen, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover mit. Die Gesamtzahl der Protestanten und Protestantinnen sank um 1,8 Prozent auf gut 21 Millionen. Das entspricht in etwa dem Rückgang von 2017.

[…]

Auf katholischer Seite bezeichnete der Sekretär der Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, die Entwicklung als „besorgniserregend“. Ein Grund für die gestiegene Zahl der Austritte sei sicher auch die im September veröffentlichte Missbrauchsstudie. Dadurch sei eine große Debatte ausgelöst worden. „Viele glauben uns nicht mehr, dass wir konsequent und entschlossen gegen Täter vorgehen“, erläuterte Langendörfer der Deutschen Presse-Agentur.
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Wilfried Apfalter
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 25. Juli 2019, 20:41

Heute auf religion.orf.at: "Slowakei vor Neuregelung der Priesterbesoldung" (25.7.219).
Die Slowakei plant eine Neuregelung bei der Entlohnung von Priestern und Geistlichen. Ein entsprechendes Gesetz, das derzeit in Begutachtung ist, sieht vor, dass Geistliche zwar auch künftig vom Staat bezahlt werden.

Die Verteilung der Subventionen soll aber nicht mehr nach der Anzahl der Geistlichen, sondern nach jener der Gläubigen erfolgen. Geplant ist, dass das Gesetz zum 1. Jänner 2020 in Kraft tritt.

Volkszählung als Grundlage

Zunächst soll der staatlich zur Verfügung gestellte Grundbetrag mit Inkrafttreten des Gesetzes von 48 auf 52 Millionen Euro pro Jahr angehoben werden.

Als Grundlage der Erhebung für die Jahre 2020 und 2021 soll dann das Ergebnis der Volkszählung von 2011 dienen; erst wenn in den beiden nachfolgenden Volkszählungen eine Auf- oder Abwärtsbewegung von mindestens zehn Prozent feststellbar sein sollte, würde die Höhe der Dotationen angepasst werde.

[…]

Beobachtern zufolge dürfte die ungewohnte Eile darauf zurückgehen, dass sowohl für die Regierungspartei „Smer“ bei den anstehenden Nationalratswahlen als auch für die römisch-katholische Kirche bei der 2021 fälligen Volkszählung erhebliche Einbußen ins Haus stehen könnten.

Einen weiteren Erfolg konnten die Bischöfe mit der in Aussicht genommenen automatischen Valorisierung der staatlichen Subvention erzielen. Auch sollen die Kirchen über die interne Verteilung der Gelder freier bestimmen können, wenngleich sich der Staat ein Kontrollrecht vorbehält. Kritiker der Neuregelung befürchten, dass dadurch vor allem kleine Kirchen oder Religionsgemeinschaften benachteiligt werden könnten.[/qote]
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 29. Juli 2019, 10:34

Heute auf religion.orf.at: "Iran: Keine Scheidungen an religiösem Feiertag" (29.7.2019).
Der Iran will am Hochzeitstag des ersten schiitischen Imams Ali keine Scheidungen mehr zulassen. Kein Notariat landesweit soll dann Scheidungsfälle annehmen oder registrieren, so ein Medienbericht.

[…]

Jede dritte Ehe geschieden

Laut Isna wird jede dritte Ehe im Iran geschieden. Für das islamische Land, wo die Familie in der Gesellschaft eine ganz besondere Rolle spielen soll, ist diese Statistik besonders peinlich. Daher wird nach Angaben vieler Paare seitens der Behörden versucht, Scheidungen mit Familiengerichten und langen Wartezeiten zumindest zu erschweren.

Soziologinnen und Soziologen sehen die finanzielle Unabhängigkeit der iranischen Frauen in den vergangenen Jahren als Grund für die vielen Scheidungen im Land. Im Gegensatz zu den älteren Generationen wollen besonders die jüngeren Frauen eine nicht funktionierende Ehe nicht mehr ertragen und sich daher auch schneller scheiden lassen.
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 5. August 2019, 14:49

Heute auf religion.orf.at: "Fall Orlandi: Papst-Attentäter schrieb an Franziskus" (5.8.2019).
Der türkische Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca hat sich im Fall der verschwundenen Vatikan-Bürgerin Emanuela Orlandi an Papst Franziskus gewandt.

Die seit 36 Jahren vermisste Orlandi sei am Leben und befinde sich einem streng abgeschlossenen Kloster, schrieb Agca in einem Brief, dessen Wortlaut der katholischen Nachrichtenagentur Kathpress vorliegt. Darin bezeichnet sich der 61-Jährige als „geistigen Bruder von Papst Johannes Paul II.“. Agca hatte 1981 einen Mordversuch auf Papst Johannes Paul II. verübt. Nähere Angaben zum Ort des Klosters oder zur Ordensgemeinschaft machte er nicht.

Sämtliche Vorwürfe einer Verwicklung des Vatikan in eine Vergewaltigung und Ermordung der damals 15 Jahre alten Schülerin seien „Lügen, die das weltweite Ansehen der katholischen Kirche furchtbar beschmutzen“, schrieb Agca.

„Verschwörung“ um Orlandi

„Der Vatikan hat die moralische Pflicht, alles für die Rückkehr Emanuelas zu ihrer Familie im Vatikan zu tun.“ Auch wenn Franziskus anfangs über die „Verschwörung“ um Orlandi in Unkenntnis gewesen sei, besitze er jetzt „alle Macht, um die Freilassung von Emanuela Orlandi kategorisch anzuordnen“, so Agca.

[…]

Papst-Attentäter Agca erklärte parallel zu den von großer öffentlicher Aufmerksamkeit begleiteten Gräberöffnungen auf dem Campo Santo über seinen Anwalt, Emanuela lebe; es handele sich um eine vom US-Geheimdienst CIA konzertierte internationale Verschwörung. Emanuelas Bruder Pietro Orlandi äußerte starke Zweifel an dieser Version. Agca suche lediglich mediale Aufmerksamkeit, sagte Orlandi Ende Juli.

Agca hatte am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz mit einer Pistole auf Johannes Paul II. (1978-2005) geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt. Die Hintergründe der Tat sind bis heute ungeklärt. Viele Beobachter vermuten die Hintermänner im damaligen kommunistischen Ostblock. Der Johannes Paul II. besuchte Agca vor 31 Jahren, am 27. Dezember 1983, in der römischen Haftanstalt Rebibbia und vergab ihm öffentlich.
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 6. August 2019, 10:37

Heute auf religion.orf.at: "US-Jesuitenschule wehrt sich gegen Aberkennung" (6.8.2019).
Eine von Jesuiten geführte Highschool in der US-amerikanischen Diözese Indianapolis, die sich geweigert hatte, einen in einer gleichgeschlechtlichen Ehe lebenden Lehrer zu entlassen, kämpft nun gegen ihre Aberkennung als katholische Schule.

Man habe das Ersuchen der Erzdiözese „respektvoll abgelehnt“, so die Schule im Juni des Jahres. Der Erzdiözese Indianapolis hatte der Highschool den Status als römisch-katholische Schule aberkannt - die „katholische Identität der Schule“ sei durch die Lehrkraft gefährdet, so die Begründung. Die Brebeuf Preparatory School will jetzt beim Vatikan in dieser Sache Berufung einlegen, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Montagabend.

Der Schuldirektor, Reverend Bill Verbryke, schrieb in einem Brief an die Schulgemeinschaft, dass das Oberhaupt der Jesuits’ Midwest Province (Jesuiten im Mittleren Westen) die vatikanische Kongregation für das Katholische Bildungswesen darum gebeten habe, hier einzugreifen.

[...]

Der Ehemann des betroffenen Lehrers, der in einer anderen katholischen Schule tätig gewesen war, wurde dort entlassen. Das berichtete das Webportal katholisch.de Mitte Juli unter Berufung auf das US-Nachrichtenportal Crux. Er werde die Erzdiözese klagen, so Crux.
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Beitrag von Wilfried Apfalter » 6. August 2019, 10:58

Heute auf religion.orf.at: "US-Kirchenvertreter gegen christlichen Nationalismus" (6.8.2019).
Kirchenführer verschiedener Konfessionen nehmen christlich verbrämten Nationalismus in den USA als Bedrohung für die Religionsgemeinschaften und die Demokratie wahr.

Dieser Nationalismus verlange vom Staat eine Bevorzugung, heißt es nach Angaben der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA (Dienstag) in einem aktuellen offenen Brief. Diese Haltung überschneide sich mit Vorstellungen von der „weißen Vorherrschaft“ und weise rassistische Züge auf, schreiben die Unterzeichner.

Kritik an evangelikalen Trumpunterstützern

In der Erklärung wird angedeutet, dass nicht-christliche Religionen bisweilen als zweitklassig behandelt würden. Federführend für die Brief-Kampagne unter dem Titel „Christen gegen den christlichen Nationalismus“ ist das „Gemeinsame Baptistische Komitee für Religionsfreiheit“, das sich für eine Trennung von Kirche und Staat einsetzt.

[…]

Laut einer Morning-Consult-Umfrage vom April lehnt knapp die Hälfte der wahlberechtigten Amerikanerinnen und Amerikanern christlichen Nationalismus ab. Besonders Demokraten (63 Prozent) verurteilen demnach die Politisierung von Religion; Republikaner kritisieren dies zu 35 Prozent.
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Beitrag von Wilfried Apfalter » 6. August 2019, 14:11

Heute auf religion.orf.at: "Mehrheit der US-Katholiken glaubt nicht an Wandlung" (6.8.2019).
Fast sieben von zehn praktizierenden US-Katholiken und -Katholikinnen glauben nicht daran, dass bei der heiligen Kommunion Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi gewandelt werden.

Eine aktuelle Umfrage des Washingtoner Forschungsinstituts Pew Research Center ergab, dass viele Katholiken diese zentrale Lehre der römisch-katholischen Kirche nicht teilen. Stattdessen gaben die Befragten überwiegend an, dass Brot und Wein nur „Symbole des Leibes und des Blutes Jesu Christi sind“.

Nur ein Drittel aller US-Katholiken sieht darin tatsächlich den Körper und das Blut Jesu. Unter den Menschen, die regelmäßig die Messe besuchen, akzeptieren hingegen mehr als 60 Prozent die sogenannte Transsubstantiations-Lehre.

Älteste glauben noch eher

Die Pew-Umfrage zeigt außerdem, dass der Glaube an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie bei älteren Katholikinnen und Katholiken noch am weitesten verbreitet ist.

Die Transsubstantiation - die Vorstellung, dass das Brot und der Wein, die bei der Kommunion verwendet werden, bei der Wandlung durch den Priester zum Leib und Blut Jesu Christi werden - ist ein zentraler Bestandteil des katholischen Glaubens. Laut dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) ist die Eucharistie „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“.
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 9. August 2019, 14:03

Heute auf religion.orf.at: "D: Muslimische Gemeinde löscht Texte über Schlagen" (9.8.2019).
Nach der Kritik an Empfehlungen, die das Schlagen der Ehefrau erlauben, hat das Islamische Zentrum München entsprechende Texte von seiner Homepage gelöscht.

Die Reaktionen seien nachvollziehbar und berechtigt gewesen, sagte ein Sprecher der Deutschen Muslimischen Gemeinschaft (DMG), zu der das Münchner Zentrum gehört, am Donnerstag. In dem Kapitel „Frau und Familie im Islam“ hatte es unter Berufung auf Sure 4:34 online geheißen, dass als letztes Mittel im Fall von Eheschwierigkeiten auch das Schlagen der Frau infrage komme.

Nach Ansicht der „Gelehrten“ habe das Schlagen allerdings „eher einen symbolischen Charakter“. Zuvor hatte der „Bayerische Rundfunk“ darüber berichtet.

Prophet als Vorbild

Die Sätze hatten bei Münchner Stadtpolitikern für Entsetzen gesorgt. Die DMG erklärte: „Vieles ist missverständlich ausgedrückt worden.“ Die Missverständnisse sollen nun mit einer neuen Website und neuen Texten ausgeräumt werden. Exegeten legen den entsprechenden Koranabschnitt auf sehr unterschiedliche Weise aus. Während die einen die Überlegenheit des Mannes gegenüber der Frau bestätigt wissen wollen, gibt es auch Erklärungen, die mehrere Dimensionen der Offenbarung einbeziehen.

Von muslimischen Feministinnen wird darauf verwiesen, dass es keine Überlieferung gibt, wonach der Prophet Mohammed gegen Frauen jemals die Hand erhoben hätte. Das „Schlagen“ wurde auch als „Klapps auf den Po“ oder Streichen über die Wange aufgefasst. Auch Übersetzer kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen - wie etwa „ein Beispiel geben“.
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 13. August 2019, 17:09

Heute auf religion.orf.at: "Konfessionslose in immer mehr Ländern verfolgt" (13.8.2019).
Nicht nur die Angehörigen bestimmter Religionsgruppen, auch religiös nicht gebundene Menschen geraten laut Experten weltweit unter Druck. Das ist das Ergebnis einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Analyse des US-Forschungsinstituts Pew Research Center.

Es sehen sich Freidenker und Atheisten in 23 Ländern der Welt zunehmender Verfolgung ausgesetzt. Die Untersuchung bezieht sich auf Zahlen aus dem Jahr 2017 und dokumentiert einen deutlichen Anstieg um neun Länder im Vergleich zu 2016. Zu den Belästigungen nicht-religiöser Menschen zählen demnach verbale Attacken bis hin zu körperlicher Gewalt und Mord. Die Repressionen gehen laut Pew sowohl von Regierungen, Gruppen als auch von Einzelpersonen aus.

Neun der 23 betroffenen Länder gehören laut Pew der Asien-Pazifik-Region an, in der mehr als drei Viertel der nicht-religiösen Weltbevölkerung leben. In Malaysia gilt der Atheismus als verfassungswidrig. In Bangladesch stehen Menschen, die säkulare Positionen vertreten, unter zunehmendem Druck von islamistischen Gruppen.

[…]

Pew untersucht seit 2012 Länder, in denen Menschen, die keiner Religion angehören, schikaniert werden. Damals wurden nur drei Länder identifiziert, in denen Druck auf Nicht-Religiöse ausgeübt werde. Religiös Unabhängige machen demnach rund 16 Prozent der Weltbevölkerung aus. Christen stellen 31 und Muslime 25 Prozent.
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Re: Medienticker - Religion(en) weltweit

Beitrag von Wilfried Apfalter » 13. August 2019, 17:13

Heute auf religion.orf.at: "Weiterer Geistlicher verurteilt „LGBT-Ideologie“" (13.8.2019).
Der tschechische Kardinal Dominik Duka hat die Äußerungen des polnischen Erzbischofs Stanislaw Gadecki zu Homosexualität gegen Kritik verteidigt und sich ebenfalls gegen eine „LGTB-Ideologie“ gewandt.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung wandte er sich laut einem Bericht von Radio Prag gegen eine „LGBT-Ideologie“, die seiner Ansicht nach eine „atheistische und satanistische Agenda“ verfolge. Seine Amtsbrüder in der Slowakei und in Ungarn rief der Prager Kardinal demnach auf, sich hinter Gadecki zu stellen.

Der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz hatte sich am vergangenen Freitag gegen eine Legalisierung der „Homo-Ehe“ ausgesprochen und zugleich eine „LGBT-Ideologie“ um Homo-, Bi- und Transsexuelle verurteilt. Homosexuelle Menschen seien „unsere Brüder und Schwestern“, betonte Gadecki in einer von der Bischofskonferenz veröffentlichten Erklärung.

„Natürliche Geschlechterdifferenz“ nicht leugnen

Die Achtung bestimmter Menschen könne jedoch nicht „zur Akzeptanz einer Ideologie“ führen, die darauf abziele, die sozialen Gewohnheiten und zwischenmenschlichen Beziehungen zu revolutionieren.

[…]

Anlass für die Erklärung Gadeckis waren Äußerungen des Krakauer Erzbischofs Marek Jedraszewski, der vergangene Woche in einer Predigt von einer „Regenbogen-Krankheit“ gesprochen hatte, was zu Protesten führte. Manche der Reaktionen zeugten von einem gewissen „ideologischen Totalitarismus“ gegenüber Andersdenkenden, verteidigte der Erzbischof von Posen seinen Krakauer Amtskollegen.
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